6. SPIELGABE: ERKENNTNISFORMEN

Die 6. Spielgabe besteht aus 36 Bausteinen. Alle Bausteine sind Quader, allerdings in 3 verschiedenen Größen

 

Für das Spielen mit den Bausteinen gibt es nach Fröbel 1 Spielregel:

Es müssen immer alle Bausteine verwendet werden. 

 

Dadurch wird das Bauen mit den Bausteinen ganz nebenbei zu Mathematik. Denn wenn man mit den 36 Bausteinen schöne symmetrisch angeordnete Muster legen möchte (sog. Schönheitsformen) muss man die Bausteine aufteilen. Denn ein Muster muss ja wiederkehren und deswegen muss man die Bausteine beim Bauen in gleich große Mengen aufteilen. 

 

Auch wenn man damit "einfach nur" Türme oder Häuschen bauen möchte (sog. Lebensformen) möchte man manchmal, dass der Turm symmetrisch verläuft oder dass das Haus quadratisch ist und auf jeder Seite 1 Fenster hat. Besonders schöne Häuser oder Türme sind nämlich oft in hohem Grade symmetrisch! 

 

So macht das Kind, das mit den Bausteinen etwas baut, wenn man so will ganz nebenbei mathematische Erfahrungen. Oder man könnte auch sagen, dass das spielende Kind dabei mathematische Erkenntnisse hat. Erkenntnisse in Form von Einsichten in die Gesetzmäßigkeiten der Mathematik.

 

Das passiert nicht unbedingt bewusst, aber wer es geschafft hat, mit den Bausteinen einen schönen Turm zu bauen, oder eine symmetrische Figur zu legen, der hat intuitiv diese Gesetzmäßigkeiten erfasst.

 

Nun kann man das, was da beim Bauen intuitv passiert, natürlich auch intellektuell nachvollziehen und analysieren. Fröbel hat das als Naturwissenschaftler selbstverständlich getan. Er nennt die möglichen Aufteilungen (im Raum und von der Menge her) Erkenntnisformen.  

 

Grob gesagt, lassen sich die Bausteine der 6. Spielgabe in 3, 6 oder 9 gleich große Teilmengen aufteilen. In 4 Teile lässt sie sich nicht aufteilen. Da bleibt immer ein Rest übrig- je nachdem 2 längliche Quader, ein großer Quader oder 2 kleine Quader. 

 

Das bedeutet fürs Bauen von symmetrischen Mustern, dass mit der 6. Spielgabe automatisch Sterne oder dreieckige Formen bei symmetrischen Mustern entstehen. Wenn man viereckige Muster legen oder bauen möchte, braucht man immer eine Mitte um die drumherum man die Bausteine in 4 gleiche Mengen aufgeteilt legen kann. 

 

Hier sind dazu Bilder, um es besser zu verdeutlichen: