ZIELE

Fröbels Erziehungsziele ergeben sich aus seinem Bild vom Kind und damit seiner Pädagogik. Das Kind, der Mensch, alles kommt aus einer Einheit, die Fröbel Gott oder das Göttliche nennt. Und da Gott kreativ ist und erschafft, ist der Mensch auch dazu gemacht, kreativ zu sein und wiederum schöpferisch tätig sein, etwas zu erschaffen. Fröbel nennt das auch "tätig sein". Es ist also ein Ziel der Fröbelpädagogik, dem Kind schöpferisches Tätigsein zu ermöglichen. 

 

Da alles zusammenhängt und denselben Ursprung hat, sagt Fröbel, müssen wir uns nur die Natur anschauen, um zu wissen, wie wir mit Kindern umgehen müssen. Er sagt, dass die Pflanzen wachsen und zu der Pflanze werden, de in ihnen angelegt ist. Wie im afrikanischen Sprichwort das Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht, so sagt Fröbel auch, dass die Kinder Zeit und Raum brauchen, um sich entwickeln zu können. Es ist also ein weiteres Erziehungsziel, Kindern Raum und Zeit für ihre naturgemäße Entwicklung zu geben. Fröbel spricht in dem Zusammenhang auch davon, dass es wichtig ist, dass ein Kind auf jeder Entwicklungsstufe auch genau da sein darf und Erwachsene nicht versuchen, es bereits auf eine neue Stufe heben zu wollen. Fröbel sagt, dass das ganz von alleine passiert, wenn wir für eine gute Umgebung sorgen.   


Fröbel sagt weiterhin, dass das Spiel und nicht eine noch so vermeintlich kindgemäße "Förderung" der Ort ist, an dem Lernen stattfindet. Schaffen wir es, dass ein Kind immer die seiner Entwicklungsstufe angemessenen Spielmaterialien hat und dass es eine Atmosphäre gibt, in der Kinder spielen können, dann schaffen wir ideale Lernbedingungen für Kinder. Das geht, indem man Kinder beobachtet. Denn dadurch zeigt ein Kind, wo es gerade dabei ist, sich zu entwickeln und welche Herausforderungen es gerade sucht. Fröbel nennt das "Spielpflege". Das Erziehungsziel wäre also demgemäß, Kinder ins Spiel zu bringen. Fröbel hat sich dazu geeignete Spielmaterialien ausgedacht- er nennt sie Spielgaben. Das Spiel und Spielenkönnen hat aber nicht nur Konsequenzen für die Entwicklung eines Kindes. Denn wenn ein Kind spielen kann, wenn es erlebt, dass es sich in ein Spiel hineinvertiefen und darin aufgehen kann, dann wird es auch als Erwachsener kreativ und produktiv sein können.  

 

Das höchste Erziehungsziel oder das, in dem alle enthalten sind, ist die "allseitige Lebenseinigung", wie Fröbel es nennt. Er versteht darunter, dass ein Mensch als Erwachsener alles, was ihn ausmacht, Verstand, Gefühle und den Körper so ausgebildet hat und weiterhin ausbildet, dass er nichts davon vernachlässigt oder einseitig betreibt. Das ist kein moralischer Anspruch, sondern weil wir Menschen diese 3 Dimensionen haben, können wir nur im Einklang mit uns leben, wenn wir uns in allem was uns ausmacht, weiterentwickeln. 

 

Fröbel wollte Menschen bilden, "die mit ihren Füßen in Gottes Erde, in die Natur eingewurzelt stehen, deren Haupt bis in den Himmel ragt, und in dem selben schauend liest, deren Herz beides, Erde und Himmel, das gestaltenreiche Leben der Erde und Natur und die Klarheit und den Frieden des Himmels, Gottes Erde und Gottes Himmel eint." Weitere Zitate von Fröbel hier

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