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ZITATE 

Fröbels Wahlspruch "Kommt, lasst uns unsern Kindern leben!" steht auf dem Titelblatt seines 1844 erschienenen Buchs "Mutter- Spiel- und Koselieder".

 

KOMMT, LASST UNS UNSERN KINDERN LEBEN!

Mehr Zitate Fröbels (außer denen aus den Mutter- und Koseliedern) gibt es unter "Zitate".

 

Aber aus den Mutter- und Koseliedern selbst sind so gut wie keine weiteren Zitate bekannt. Das Buch enthält jedoch neben großformatigen Bildern und den Liedtexten auch mehrseitige Erläuterungen für die Mutter, wie sie jedes dieser Lieder im Gefühl und der bewussten Verbundenheit mit sich, dem Leben und ihrem Kind in den Alltag einbinden kann. Diese Verbundenheit nennt Fröbel Lebenseinigung.

 

Aus diesen Erläuterungen für die Mutter zu den einzelnen Liedern stammen nun die folgenden Zitate:


ELTERN

macht es euch zum wichtigsten Geschäfte treu zu pflegen eures Kindes unscheinbare Kräfte.


MUTTERLIEBE

Was sinnig die Mutter weckt und pflegt mit heiterernstem Spiel und Lied, was ihre Liebe schützend umhegt, wirkt segnend fort bis ins tausendste Glied.


EIN LEBEN

In allem wirkt und schafft EIN Leben, weil das Leben all' ein ein'ger Gott gegeben.


SPIEGEL

Der Eltern Leben ist dem Kinde Spiegel. Wie sie zu schaffen ist sein schönstes Spiel. 


ECHTE MENSCHENERZIEHUNG

Wahrer Ausgangspunkt, reinste Quelle und sicherste Grundlage echter Menschenerziehung ist nur die Mutter, die Mutterliebe, das ganze Wesen und Sein der Mutter und die innige Einigung der Mutter mit dem Kind.  


GANZER MENSCH

Ganzer vollendeter Mensch zu sein, liegt so bestimmt im ersten Erscheinen und ersten Blick des Kindes als es in des Blümchens, des Baumes erstem Erscheinen liegt, vollendetes Blümchen, vollendeter Baum an sich zu sein.  


VATERLIEBE

Durch alles was uns sagt Natur, zeigt sich Gottes Vaterliebe-Spur.


LEBENSEINIGUNG

Was immer mit dem Kinde du auch treibest, mach dass in Lebensein'gung du verbleibest.


BELEHRUNG

Willst du dein Kind auf natürliche und eindringliche Weise belehren, belehre es unmittelbar durch Sachanschauung, Sacherfahrung.


DER MENSCHENGEIST

Der Menschengeist als ein Ganzes , wie er sich besonders so überwiegend lebenvoll und kindlich im Mutter- und Kindheitsleben ausspricht, soll nicht in ewiger Unvollkommenheit in beständiger Zerstückeltheit bleiben, er soll sich als in sich Einiges entwickeln in allseitig klare schön gestaltete ahnungsvolle Kindheit und bewußte Mütterlichkeit, der echten Grundlage edler, kräftiger, tugend- und thatenreicher Menschheit.   


DAS KIND

Was das Kind im Innern fühlt, gern es auch im Äußern spielt. 


GOTT

Der Geist deines Kindes sucht, wenn auch noch unbewußt, danach in dem Erscheinenden und Vorübergehenden immer ein Bleibendes und Bestehendes, in dem Äußern immer ein Inneres, in dem Besonderen immer ein tiefer liegendes Allgemeines, in dem Einzelnen und Getrennten immer ein Einziges, zuletzt als ein Menschen Kind, als Funke des Einigen, Gottes, auch das Einige, die Einheit an sich, Gott.  


IN GOTTES WELT

In Gottes Welt, eben weil es die Welt Gottes, durch Gott Gewordenes ist, spricht sich ein Stetiges, das heißt ungetrennt Fortgehendes der Entwickelung in Allem und durch Alles aus. 


LEHREN UND LERNEN

Lehren und Lernen geht durch das ganze Leben des Menschen hindurch. Auch der älteste Lehrer hat noch zu lernen und der älteste Erzieher muss sich noch belehren lassen, nicht allein von Menschen, sohdern von Allem, wer ihn umgiebt, selbst von den Thieren.