"MEIN BERUF IST SPIELEN"

Wie lernen Kinder? Alle großen Pädagogen wussten es. Weil sie Kinder oft ein Leben lang intensiv beobachtet haben: 

Alles, was Kinder im Leben brauchen, tragen sie bereits in sich. Und die Art und Weise, wie sie das entwickeln und entfalten, ist auch in jedem Kind angelegt: Das Spiel!  

Mein Beruf ist: Spielen! Denn Kinder lernen im Spiel!

ARNO STERN

Arno Stern im Malort in Paris (Foto: wikipedia, Peweck)
Arno Stern im Malort in Paris (Foto: wikipedia, Peweck)


Arno Stern, der Begründer des Malorts in Paris, bringt es auf den Punkt. Denn er zitiert in einem Interview (s. unten) seinen 4-jährigen Enkel Antonin, der sagte:

 

 

 

"Mein Beruf ist: Spielen!"

 

 

Wie wahr! 

 

Leider haben wir Erwachsene das oft vergessen. Oder wir haben vergessen, wie wir als Kinder gespielt haben. Oder oder oder.....

 

Letztlich steckt dahinter nur eines: Unser mangelndes Vertrauen in das Kind.

Wir meinen, das Kind würde nicht lernen, wenn wir es nicht drängen. Wir machen ein Kunst daraus, Kinder zu drängen. Und das nennen wir dann "fördern".  

 

"Mein Beruf ist spielen!" - Wie lernen Kinder? Im Spiel!
"Mein Beruf ist spielen!" - Wie lernen Kinder? Im Spiel!

VORBEREITETE UMGEBUNG

 

Aber alles, was ein Kind braucht, um zu lernen ist eine Umgebung, die ihm erlaubt, zu spielen. Mit Umgebung meine ich nicht zuerst gute Spielsachen, volle Regale, tolle Angebote usw. 

 

Nein. Worauf es ankommt, sind Erwachsene, die Vertrauen in das im Kind angelegte Potenzial haben. Die mit staunender Haltung das Kind beobachten und ihr Kind auf seinem ganz eigenen Entwicklungsweg begleiten wollen.

 


Beim Spiel mit Bauklötzen und Legemateial nach Fröbel (Foto: Mirjam Schradi)
Beim Spiel mit Bauklötzen und Legematerial nach Fröbel (Foto: Mirjam Schradi)

VERTRAUEN

 

Nur: Wie bekommt man dieses Vertrauen ins Kind?

 

Indem man anfängt, Kinder bei ihrem Spiel zu beobachten. Klingt banal, aber nur wer anfängt, Kinder mit einer demütigen -und damit meine ich eine nicht wissende Haltung- zu beobachten, bemerkt, wie kompetent jedes Kind in Bezug auf seine eigene Entwicklung ist. Und auf nichts anderes kommt es an.

 

Montessori nennt die innere Kompetenz, die jedes Kind bezüglich seiner eigenen Weiterentwicklung besitzt, den "inneren Bauplan". 


Es gibt keine bessere Art, zu lernen, als zu spielen. Denn es gibt nichts, was einem Kind sicherer voranbringt. Denn das Bedürfnis, zu spielen, ist das, was die Natur in jedem von uns angelegt hat um uns weiterzuentwickeln, um zu lernen.


Spielen ist Lernen! 

 

Jeder der großen Pädagogen wie Rousseau, Pestalozzi, Fröbel, Steiner,Montessori und viele andere wussten genau das: Kinder tragen alles in sich, was sie für ihre Entwicklung brauchen und  die "Methode", sich die Welt zu eigen zu machen, ist das Spiel.

 

Hier zwei Zitate von Fröbel und Montessori, die beide etwas Ähnliches zum Ausdruck bringen: 

 

 

Zitate Montessori und Fröbel

HEUTE SCHON GESPIELT?

 


Zurück zum Interview mit Arno Stern (Link s. unten), in dem er seinen Enkel zitierte:

 

Herr Aeschbacher fragt Arno Stern: "Lernen Kinder spielend besser als wenn sie müssen?" Arno Stern antwortet darauf: 

 


"Kinder sollten überhaupt nur spielen.

Denn Spiel ist ja das Wesentliche!"

 

 

Gefragt, ob er mit 90 Jahren auch immer noch spiele, sagt Arno Stern:


 

"Absolut. Natürlich.

 

Das sollte das Wesentlichste

in einem jeden Leben sein!"

 



In diesem Sinne: Heute schon gespielt?

 



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